📊 Bin ich normal?
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🧿 Psychology

Bin ich hochsensibel?

Messe deine sensorische Verarbeitungssensitivität (HSP-Test).

Bewerte jede Aussage von 1 (gar nicht) bis 5 (extrem). Denke an deine allgemeinen Tendenzen.

1Ich bin schnell überfordert von starken Sinnesreizen (helle Lichter, laute Geräusche, raue Stoffe).
2Die Stimmungen anderer beeinflussen mich stark.
3Ich habe ein reiches, komplexes Innenleben.
4Kunst oder Musik bewegen mich tief.
5Ich werde nervös, wenn ich viel in kurzer Zeit erledigen muss.
6Ich erschrecke leicht.
7Ich bemühe mich sehr, Fehler zu vermeiden oder Dinge nicht zu vergessen.
8Wenn sich Menschen in einer Umgebung unwohl fühlen, weiß ich in der Regel, was getan werden muss, um es angenehmer zu machen.
9Ich empfinde es als unangenehm, wenn viel gleichzeitig los ist.
10Starker Hunger löst bei mir eine heftige Reaktion aus und stört meine Konzentration oder Stimmung.

Was ist sensorische Verarbeitungssensitivität?

Das Konzept der hochsensiblen Person (Highly Sensitive Person, HSP) wurde von Elaine Aron (1996) entwickelt. Es beschreibt ein Merkmal namens sensorische Verarbeitungssensitivität (Sensory Processing Sensitivity, SPS) — keine Störung, sondern ein Temperament, das bei ca. 20 % der Menschen und über 100 anderen Tierarten vorkommt.

HSP-Bevölkerungsnormen (Aron & Aron 1997)

  • Ca. 20 % der Menschen gelten als hochsensibel
  • Ca. 30 % sind mäßig sensibel
  • Ca. 50 % haben niedrige Sensibilität
  • Gleichmäßige Verteilung über die Geschlechter (Männer sind nur sozialisiert, es zu verbergen)
  • HSP-Schwelle liegt typischerweise bei einem Score von 32+/50 auf dieser Skala

Was die Wissenschaft über HSPs sagt

  • HSP-Gehirne zeigen stärkere Aktivierung in empathiebezogenen Arealen (fMRI, Acevedo et al. 2014)
  • HSPs verarbeiten Reize tiefer — Vorteil in anregenden Umgebungen, Nachteil in chaotischen
  • Stark korreliert mit Kreativität, Gewissenhaftigkeit und emotionaler Tiefe
  • HSPs in unterstützenden Umgebungen gedeihen überdurchschnittlich — Theorie der "differenziellen Empfänglichkeit"
  • NICHT dasselbe wie Introversion (30 % der HSPs sind extravertiert)

Quellen: Aron & Aron (1997, HSPS), Acevedo et al. (2014, fMRI), Journal of Personality and Social Psychology.