📊 Bin ich normal?

🧩 Neurodivergent

Könnte ich ADHS haben?

Mache den ASRS-Screening-Test für ADHS.

Bewerte wie oft jeder Punkt auf dich zutrifft: 1 (nie) bis 5 (sehr oft). Denke an die letzten 6 Monate.

1Ich habe Schwierigkeiten, mich zu konzentrieren, wenn Leute mit mir sprechen, selbst wenn sie direkt zu mir reden.
2Ich stehe auf, wenn eigentlich erwartet wird, dass man sitzen bleibt.
3Ich habe Schwierigkeiten, abzuschalten und zu entspannen, wenn ich Zeit für mich habe.
4In Gesprächen ertappe ich mich dabei, die Sätze anderer zu beenden.
5Ich schiebe Dinge bis zur letzten Minute auf.
6Ich habe Schwierigkeiten, bei langweiliger oder repetitiver Arbeit aufmerksam zu bleiben.
7Ich verlege Dinge oder habe Schwierigkeiten, sie zu Hause oder bei der Arbeit zu finden.
8Ich fühle mich übermäßig aktiv oder getrieben, Dinge zu tun, wie von einem Motor angetrieben.
9Ich mache Flüchtigkeitsfehler, wenn ich an einem langweiligen oder schwierigen Projekt arbeite.
10Ich habe Schwierigkeiten, zu warten, bis ich an der Reihe bin, wenn abgewechselt werden muss.

ADHS verstehen

ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung) betrifft weltweit 5-7% der Kinder und 2,5-4% der Erwachsenen. Die ASRS (Adult ADHD Self-Report Scale) der WHO ist das klinische Standard-Screening-Tool.

ADHS-Subtypen (DSM-5)

  • Vorwiegend unaufmerksam (Items 1,5,6,7,9): Schwierigkeiten beim Fokussieren, vergesslich, unorganisiert
  • Vorwiegend hyperaktiv-impulsiv (Items 2,3,4,8,10): Unruhig, redet übermäßig viel, unterbricht andere
  • Kombiniert: Beide Typen — die häufigste Form

Wichtige Fakten

  • ADHS-Diagnosen bei Erwachsenen sind zwischen 2011 und 2022 um 450% gestiegen
  • 75% der Erwachsenen mit ADHS sind nicht diagnostiziert
  • ADHS ist zu 70-80% erblich — eine der genetischsten psychiatrischen Erkrankungen
  • Frauen werden unterdiagnostiziert, weil sie eher den unaufmerksamen Typ zeigen (weniger "störend")
  • Ein Screening-Wert ≥14 auf der ASRS = klinische Abklärung empfohlen

Hinweis: Dies ist ein Screening-Tool, keine Diagnose. Wenn du hohe Werte erzielst, ziehe eine professionelle Abklärung in Betracht.

Quellen: WHO ASRS (Kessler et al. 2005), DSM-5, Fayyad et al. (2007), Lancet Psychiatry.