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Bin ich als Elternteil ausgebrannt?
14 % der Eltern erfüllen die Kriterien für elterliches Burnout.
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🎭PersonalityElterliches Burnout — Assessment (Roskam et al., 2018)
Elterliches Burnout ist ein eigenständiges Syndrom — getrennt von beruflichem Burnout oder Depression — das speziell durch den chronischen Stress der Kindererziehung entsteht. Roskam, Raes und Mikolajczak entwickelten das Parental Burnout Assessment (PBA), um drei Dimensionen elternspezifischer Erschöpfung zu messen.
Die 3 Dimensionen des elterlichen Burnouts
- Erschöpfung (Fragen 1-3): Überwältigende körperliche und emotionale Auszehrung durch die Anforderungen der Elternschaft — das Gefühl, auf Reserve zu laufen ohne Aussicht auf Erholung.
- Emotionale Distanzierung (Fragen 4-7): Emotionaler Rückzug von den Kindern, Funktionieren auf Autopilot und Verlust der Freude und Verbundenheit, die früher selbstverständlich waren.
- Erfüllungsverlust (Fragen 8-10): Verlust des Identitätsgefühls, der Kompetenz und des Sinns als Elternteil — das Gefühl, dass die Elternschaft verschlungen hat, wer man einmal war.
Wie häufig ist elterliches Burnout?
- 14 % der Eltern erfüllen zu jedem Zeitpunkt die klinischen Kriterien für elterliches Burnout (Mikolajczak et al., 2018)
- Weitere 20-30 % zeigen signifikante subklinische Symptome
- Die Raten stiegen während der COVID-19-Pandemie sprunghaft an und sind noch nicht vollständig auf das Niveau vor 2020 zurückgekehrt
- Elterliches Burnout sagt Vernachlässigung und Gewalt gegenüber Kindern voraus — selbst in ansonsten liebevollen Familien — was Früherkennung entscheidend macht
Mütter-Burnout vs. Väter-Burnout
- Gleiche Häufigkeit: Entgegen der landläufigen Meinung erleben Väter und Mütter elterliches Burnout in ähnlicher Häufigkeit
- Unterschiedliche Auslöser: Mütter brennen häufiger durch emotionale Arbeit, Mental Load und Identitätsverlust aus; Väter eher durch Arbeit-Familie-Konflikte und wahrgenommene Inkompetenz
- Alleinerziehende, Eltern von Kindern mit besonderen Bedürfnissen und perfektionistische Eltern haben unabhängig vom Geschlecht das höchste Risiko
Risikofaktoren
- Perfektionismus: Der stärkste Prädiktor — der Glaube, man müsse das „perfekte" Elternteil sein
- Schlechte Co-Parenting-Beziehung: Das Gefühl, vom Partner oder Mit-Elternteil nicht unterstützt zu werden
- Fehlende Auszeiten: Keine regelmäßigen Pausen von den Elternpflichten
- Intensive Erziehungskultur: Gesellschaftlicher Druck, ständig engagiert, bildungsfördernd und bereichernd zu sein
Erholungsstrategien
- Regelmäßig geplante Pausen (selbst 30 Minuten ungestörte Zeit für sich allein)
- Erziehungsstandards von „perfekt" auf „gut genug" senken (Winnicotts Konzept)
- Ein Unterstützungsnetzwerk aufbauen — Burnout gedeiht in Isolation
- Professionelle Hilfe, wenn die Symptome länger als 2-3 Wochen anhalten
Hinweis: Dieser Test ist ein Screening-Instrument, keine klinische Diagnose. Wenn du im hohen Bereich liegst und Schwierigkeiten hast, wende dich an eine Fachperson für psychische Gesundheit, die auf elterliches Burnout spezialisiert ist.