📊 Bin ich normal?
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🧿 Psychology

Habe ich das Hochstapler-Syndrom?

Messe dein Impostor-Syndrom-Level mit dem Clance-IP-Test.

Bewerte jede Aussage von 1 (trifft nicht zu) bis 5 (trifft voll zu). Denke an dein Berufs- oder Studienleben.

1Ich bin bei Aufgaben oft erfolgreich, obwohl ich vor dem Start Angst vor dem Scheitern hatte.
2Ich vermeide Bewertungen und habe Angst, dass andere herausfinden, dass ich nicht so fähig bin, wie sie denken.
3Wenn mich Leute loben, habe ich Angst, in Zukunft ihren Erwartungen nicht gerecht zu werden.
4Ich denke manchmal, ich habe meine Position durch Glück, Timing oder die richtigen Kontakte bekommen.
5Ich erinnere mich eher an die Zeiten, in denen es nicht gut lief, als an die, in denen es gut lief.
6Wenn ich Anerkennung bekomme, habe ich das Gefühl, alle zu täuschen.
7Ich vergleiche meine Fähigkeiten mit denen um mich herum und denke, sie könnten intelligenter sein.
8Ich mache mir Sorgen, „entlarvt" zu werden oder als jemand aufzufliegen, der nicht genug weiß.
9Bevor ich ein Projekt starte, bereite ich mich oft übermäßig vor oder prokrastiniere exzessiv.
10Wenn ich eine Beförderung oder Anerkennung bekomme, denke ich oft „wurde auch Zeit", anstatt mich verdient zu fühlen.

Was ist das Hochstapler-Syndrom?

Das Hochstapler-Syndrom (Impostor Syndrome) wurde erstmals von Clance & Imes (1978) beschrieben. Es ist das anhaltende Gefühl, ein Betrüger zu sein — trotz objektiver Beweise für die eigene Kompetenz. Die CIPS (Clance Impostor Phenomenon Scale) ist der Goldstandard zur Messung.

CIPS-Bevölkerungsnormen (Clance 1985)

  • 10–20: Wenig Hochstapler-Gefühle — gesunde Selbsteinschätzung
  • 21–30: Moderate Hochstapler-Gefühle (die meisten Menschen)
  • 31–40: Häufige Hochstapler-Erfahrung — beeinflusst Entscheidungsfindung
  • 41–50: Intensives Hochstapler-Syndrom — professionelle Unterstützung kann helfen

Wer bekommt das Hochstapler-Syndrom?

  • 70 % der Menschen erleben es mindestens einmal (Gravois 2007)
  • Häufiger bei Leistungsträgern — Doktoranden, Führungskräfte, Ärzte
  • Gleichmäßig über die Geschlechter verteilt (die Originalforschung war nur mit Frauen, aber spätere Studien zeigen Gleichverteilung)
  • Tritt besonders bei Übergängen auf — neue Jobs, Beförderungen, akademische Meilensteine
  • Korreliert mit Perfektionismus, Angststörungen und Neurotizismus
  • Albert Einstein, Maya Angelou und Tina Fey beschrieben alle Hochstapler-Gefühle

Quellen: Clance & Imes (1978), Clance (1985, CIPS), Gravois (2007), International Journal of Behavioral Science.