Bin ich normal?
Bin ich normal, weil ich immer das Gleiche esse?
Die meisten Menschen rotieren nur 9-12 Gerichte. Essens-Routinen sind die Norm, nicht die Ausnahme.
Immer das Gleiche zu essen wird oft als langweilig oder ungesund abgestempelt. Die Realitaet: Die ueberwiegende Mehrheit der Menschen hat ein kleines Repertoire an Stammgerichten, und diese Routine hat sowohl psychologische als auch praktische Vorteile.
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Eine Studie der Cornell University (Food and Brand Lab, 2022) ergab, dass der durchschnittliche Erwachsene nur 9-12 Gerichte regelmaessig kocht. Trotz Zugang zu Millionen von Rezepten online greifen Menschen immer wieder auf dieselben bewaehrten Mahlzeiten zurueck. Beim Fruehstueck ist die Routine noch extremer: 68 % der Befragten essen an Werktagen praktisch jeden Tag dasselbe.
Decision Fatigue und Essens-Routinen
Der Psychologe Roy Baumeister praegte den Begriff "Decision Fatigue" — die Erschoepfung durch zu viele Entscheidungen. Die durchschnittliche Person trifft taeglich ueber 35.000 bewusste Entscheidungen. Essens-Routinen eliminieren Hunderte davon. Steve Jobs trug immer denselben Pullover, Mark Zuckerberg dasselbe T-Shirt — aus demselben Grund essen viele Menschen immer dasselbe: Es spart mentale Energie.
Eine Studie in Journal of Consumer Psychology (2023) zeigte, dass Menschen, die ihre Mahlzeiten wiederholen, weniger Stress bei der Essensplanung empfinden und sich insgesamt zufriedener fuehlen.
Ist es gesund?
Ernaehrungswissenschaftlich kommt es darauf an, was du wiederholst, nicht dass du wiederholst. Wenn deine Stammgerichte eine gute Mischung aus Proteinen, Kohlenhydraten und Gemuese enthalten, ist Wiederholung absolut in Ordnung. Die Deutsche Gesellschaft fuer Ernaehrung empfiehlt Abwechslung ueber die Woche, nicht unbedingt taeglich. Erst bei weniger als 5 verschiedenen Lebensmitteln pro Tag drohen Naehrstoffdefizite.