📊 Bin ich normal?
♻️

🌍 Environment

Wie nachhaltig lebe ich?

Nachhaltigkeits-Score — Transport, Konsum und Energie.

Bewerte jede Aussage von 1 (stimme gar nicht zu) bis 5 (stimme voll zu). Dein Ergebnis aktualisiert sich live.

1Ich gehe zu Fuß, fahre Rad oder nutze öffentliche Verkehrsmittel für die meisten meiner täglichen Wege.
2Ich vermeide Fliegen wenn möglich und wähle Züge oder Videoanrufe statt Flugreisen.
3Wenn ich Auto fahre, habe ich ein verbrauchsarmes, Hybrid- oder Elektrofahrzeug gewählt.
4Ich kaufe secondhand, repariere Dinge oder wähle langlebige Produkte statt Fast Fashion und Wegwerfartikel.
5Ich reduziere aktiv Lebensmittelverschwendung — plane Mahlzeiten, verwende Reste und kompostiere wenn möglich.
6Ich esse überwiegend pflanzenbasiert oder habe meinen Fleischkonsum deutlich reduziert.
7Ich trenne Müll korrekt, vermeide Einwegplastik und bringe wiederverwendbare Taschen und Flaschen mit.
8Ich manage aktiv meinen Energieverbrauch zu Hause — schalte Lichter aus, nutze effiziente Geräte, dämme.
9Ich nutze erneuerbare Energie zu Hause oder unterstütze erneuerbare Energien über meinen Stromanbieter.
10Ich begrenze bewusst den Warmwasserverbrauch und halte mein Thermostat auf einer energieeffizienten Einstellung.

Wie nachhaltig ist der durchschnittliche Lebensstil?

Laut dem Global Footprint Network verbraucht die Menschheit derzeit Ressourcen in einem Tempo, das 1,75 Erden entspricht — wir konsumieren also 75% mehr Ressourcen pro Jahr, als der Planet regenerieren kann. Der Erdüberlastungstag — das Datum, an dem die Menschheit alle biologischen Ressourcen verbraucht hat, die die Erde im gesamten Jahr regeneriert — fiel 2024 auf den 1. August, früher als je zuvor. Wenn alle so leben würden wie der durchschnittliche Amerikaner, bräuchten wir 5,1 Erden; der durchschnittliche europäische Lebensstil erfordert 2,8 Erden.

Woher kommt dein Fußabdruck?

Der CO2-Fußabdruck einer durchschnittlichen Person verteilt sich auf vier Hauptkategorien:

  • Transport (27%): Ein einziger transatlantischer Hin- und Rückflug erzeugt ~1,6 Tonnen CO2 — fast das gesamte Jahresbudget für einen 2-Grad-Pfad (2,3 Tonnen). Ein Benzinauto fährt durchschnittlich 4,6 Tonnen pro Jahr.
  • Ernährung (25%): Die Produktion von 1 kg Rindfleisch erzeugt 27 kg CO2-Äquivalent, während 1 kg Linsen 0,9 kg erzeugt. Poore & Nemecek (2018, Science) zeigten, dass selbst die umweltfreundlichsten tierischen Produkte die umweltschädlichsten pflanzlichen Alternativen übertreffen.
  • Wohnen/Energie (25%): Heizung, Kühlung und Strom machen etwa ein Viertel der Emissionen aus. Der Wechsel zu erneuerbarem Strom eliminiert je nach Strommix 1-3 Tonnen CO2 pro Jahr.
  • Konsum (23%): Fast Fashion, Elektronik und Wegwerfprodukte haben einen enormen eingebetteten CO2-Fußabdruck. Die Modeindustrie allein macht 8-10% der globalen Emissionen aus — mehr als Luftfahrt und Schifffahrt zusammen.

Individuelles Handeln vs. systemischer Wandel

Das Konzept des "persönlichen CO2-Fußabdrucks" wurde 2004 von BP in einer Werbekampagne popularisiert, um die Verantwortung von Ölkonzernen abzulenken. Obwohl diese Rahmung irreführend ist — 71% der globalen Emissionen stammen von nur 100 Unternehmen (Carbon Disclosure Project, 2017) — zählen individuelle Entscheidungen aus zwei Gründen: Sie reduzieren tatsächliche Emissionen und sie verschieben die Marktnachfrage. Forschung von Sparkman et al. (2021) zeigt, dass sichtbares individuelles Handeln soziale Kippkaskaden erzeugt, die politischen Wandel vorantreiben.

Die wirkungsvollsten individuellen Maßnahmen

Wynes & Nicholas (2017, Environmental Research Letters) rangten persönliche Klimamaßnahmen nach Wirkung:

  • Ein Kind weniger haben: 58,6 Tonnen CO2-Äquivalent pro Jahr (bei weitem die größte Wirkung)
  • Autofrei leben: 2,4 Tonnen pro Jahr
  • Einen Transatlantikflug vermeiden: 1,6 Tonnen pro Hin- und Rückflug
  • Pflanzenbasiert essen: 0,8 Tonnen pro Jahr
  • Zu Ökostrom wechseln: 1,5 Tonnen pro Jahr

Drei Subskalen in diesem Quiz

  • Transport (Fragen 1-3): Reisegewohnheiten, Fahrzeugwahl und Flughäufigkeit
  • Konsum (Fragen 4-7): Kaufverhalten, Lebensmittelverschwendung, Ernährungswahl und Recycling
  • Energiegewohnheiten (Fragen 8-10): Energieeffizienz zu Hause, Nutzung erneuerbarer Energien und Ressourcenschonung

Quellen: Global Footprint Network (2024, Erdüberlastungstag), Poore & Nemecek (2018, Science), Wynes & Nicholas (2017, wirkungsvolle Maßnahmen), Carbon Disclosure Project (2017, Unternehmensemissionen).