📊 Bin ich normal?

🎯 Self-Regulation

Bin ich zu perfektionistisch?

Messe deinen Perfektionismus in 3 Dimensionen.

Bewerte wie sehr du zustimmst: 1 (stimme gar nicht zu) bis 5 (stimme voll zu).

1Ich setze mir extrem hohe Maßstäbe, die andere für unvernünftig halten würden.
2Ich habe panische Angst davor, Fehler zu machen.
3Wenn ich etwas nicht perfekt mache, fühle ich mich wie ein Versager.
4Ich bezweifle, ob ich Dinge richtig mache, selbst wenn andere sagen, es sei gut.
5Meine Eltern hatten sehr hohe Erwartungen an mich.
6Ich brauche Ordnung und Struktur, um mich ruhig zu fühlen.
7Ich prokrastiniere, weil ich Angst habe, dass das Ergebnis nicht perfekt sein wird.
8Ich vergleiche meine Leistungen mit denen anderer und fühle mich unzulänglich.
9Ich wiederhole Aufgaben, die andere bereits als gut erledigt betrachten würden.
10Ich kritisiere mich hart, wenn ich meine eigenen Standards nicht erfülle.

Perfektionismus: Angst im Produktivitätskostüm

Basierend auf Frosts Multidimensional Perfectionism Scale (1990). Perfektionismus hat 6 Dimensionen: persönliche Standards, Sorge über Fehler, Zweifel an Handlungen, elterliche Erwartungen, elterliche Kritik und Organisation.

Adaptiver vs. maladaptiver Perfektionismus

  • Adaptiv: Hohe Standards + Flexibilität. Gesundes Streben, zufrieden mit „gut genug“
  • Maladaptiv: Hohe Standards + Rigidität + Selbstkritik. Nichts ist je gut genug
  • Items 1, 6 = adaptiv; Items 2, 3, 7, 8, 10 = maladaptiv

Forschung

  • Perfektionismus ist unter Studierenden seit 1989 um 33% gestiegen (Curran & Hill 2019)
  • Social-Media-getriebener Perfektionismus ist der am schnellsten wachsende Typ
  • Maladaptiver Perfektionismus korreliert mit Depression (r=0,40) und Angst (r=0,38)
  • Perfektionismus ist der stärkste Prädiktor für Burnout bei Leistungsstarken (Hill & Curran 2016)

Quellen: Frost et al. (1990, MPS), Curran & Hill (2019, generational increase), Hewitt & Flett (1991, multidimensional model).