📊 Bin ich normal?
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🎯 Self-Regulation

Wie selbstmitfühlend bin ich?

Messe dein Selbstmitgefühl mit der Neff-Skala.

Bewerte wie oft jeder Punkt zutrifft: 1 (fast nie) bis 5 (fast immer).

1Ich versuche, freundlich zu mir selbst zu sein, wenn ich eine schwierige Zeit durchmache.
2Ich bin mir selbst gegenüber ablehnend und verurteilend in Bezug auf meine Schwächen und Mängel.
3Ich erinnere mich daran, dass Leiden Teil der gemeinsamen menschlichen Erfahrung ist.
4Wenn ich bei etwas scheitere, fühle ich mich allein mit meinem Versagen — als ob alle anderen es besser hinbekommen.
5Ich versuche, meinen Fehlern mit Neugier statt mit Kritik zu begegnen.
6Wenn ich eine schwere Zeit habe, fixiere ich mich auf alles, was schiefläuft.
7Ich behandle mich selbst mit der gleichen Freundlichkeit, die ich einem guten Freund entgegenbringen würde.
8Ich mache mir tagelang oder wochenlang Vorwürfe wegen vergangener Fehler.
9Ich kann meine Unvollkommenheiten als Teil des Menschseins akzeptieren.
10Mein innerer Kritiker ist härter als alles, was andere zu mir sagen.

Neffs Selbstmitgefühl-Skala

Kristin Neff (2003) definierte Selbstmitgefühl als 3 Komponenten: Selbstfreundlichkeit (vs. Selbstverurteilung), gemeinsames Menschsein (vs. Isolation) und Achtsamkeit (vs. Überidentifikation).

Score-Interpretation (höher = mehr Selbstmitgefühl)

  • 10-20: Sehr niedrig — dein innerer Kritiker dominiert
  • 21-30: Unterdurchschnittlich — du bist strenger mit dir als die meisten
  • 31-40: Überdurchschnittlich — gutes Selbstmitgefühl
  • 41-50: Hoch — du behandelst dich konsequent mit Güte

Forschung

  • 78% der Menschen sind härter zu sich selbst als zu Freunden (Neff 2011)
  • Selbstmitgefühl sagt weniger Angst und Depression besser vorher als Selbstwertgefühl (Neff & Vonk 2009)
  • Selbstmitgefühl ist KEINE Selbstverwöhnung — es steigert tatsächlich die Motivation (Breines & Chen 2012)
  • Frauen erreichen im Schnitt niedrigere Selbstmitgefühl-Werte als Männer (Yarnell et al. 2015)
  • Eine 3-wöchige Selbstmitgefühl-Praxis senkt Cortisol um 23%

Quellen: Neff (2003, SCS), Neff & Vonk (2009), Breines & Chen (2012, motivation), Yarnell et al. (2015, gender).