📊 Bin ich normal?
💔

🧩 Neurodivergent

Bin ich zu empfindlich gegenüber Ablehnung?

Messe deine Ablehnungsempfindlichkeit mit dem RSQ.

Bewerte jede Aussage von 1 (gar nicht) bis 5 (extrem). Denke an deine typischen Reaktionen.

1Wenn jemand nicht schnell auf meine Nachricht antwortet, nehme ich an, dass er sauer auf mich ist.
2Schon milde Kritik trifft mich vernichtend.
3Ich vermeide es, um Dinge zu bitten, weil ich ein Nein nicht ertragen kann.
4Ich spiele soziale Interaktionen in meinem Kopf durch und analysiere, was ich falsch gemacht haben könnte.
5Ich habe oft das Gefühl, in einer Gruppe nicht erwünscht oder willkommen zu sein.
6Wenn jemand Pläne absagt, ist mein erster Gedanke, dass er mich nicht mag.
7Ich ändere mein Verhalten erheblich, um die Möglichkeit einer Ablehnung zu vermeiden.
8Eine vermeintliche Kränkung kann meinen ganzen Tag oder meine ganze Woche ruinieren.
9Ich habe Beziehungen vorsorglich beendet, weil ich Angst hatte, zuerst abgelehnt zu werden.
10Ich empfinde körperlichen Schmerz oder intensive Emotionen, wenn ich denke, dass jemand mich ablehnt.

Was ist Ablehnungssensitivität (Rejection Sensitivity Dysphoria)?

Ablehnungssensitivität (RS) ist die Tendenz, Ablehnung ängstlich zu erwarten, schnell wahrzunehmen und intensiv darauf zu reagieren. Der RSQ (Downey & Feldman 1996) ist das Standard-Forschungsinstrument. RSD (Rejection Sensitivity Dysphoria) ist besonders häufig bei ADHS.

Score-Interpretation

  • 10-18: Niedrige RS — du gehst gut mit Ablehnung um
  • 19-28: Moderat — normale Empfindlichkeit gegenüber sozialen Signalen
  • 29-38: Hohe RS — Ablehnung löst intensive emotionale Reaktionen aus
  • 39-50: Sehr hoch — konsistent mit RSD, häufig bei ADHS

Wichtige Forschungsergebnisse

  • Ablehnung aktiviert die gleichen Hirnregionen wie körperlicher Schmerz (Eisenberger et al. 2003, fMRT)
  • RSD betrifft schätzungsweise 99% der Menschen mit ADHS irgendwann (Dodson 2019)
  • Hohe RS sagt sozialen Rückzug, Aggression und Depression vorher
  • Frauen mit hoher RS bleiben eher in ungesunden Beziehungen
  • RSD-Episoden können wie eine Stimmungsstörung aussehen, sind aber getriggert, nicht zufällig

Quellen: Downey & Feldman (1996, RSQ), Eisenberger et al. (2003, fMRI), Dodson (2019), Personality and Social Psychology Bulletin.