📊 Bin ich normal?
🛡️

🛡️ Trauma & Resilience

Was ist mein Trauma-Reaktionstyp?

Finde heraus ob du Fight, Flight, Freeze oder Fawn reagierst.

Bewerte wie sehr dich jeder Punkt beschreibt: 1 (gar nicht) bis 5 (genau ich).

1Ich werde konfrontativ oder aggressiv, wenn ich mich bedroht fühle.
2Ich ziehe mich zurück, vermeide Konflikte oder verlasse buchstäblich Situationen, die sich unsicher anfühlen.
3Ich mache dicht, werde taub oder dissoziiere, wenn ich überfordert bin.
4Ich will es allen recht machen oder stelle die Bedürfnisse anderer über meine, um den Frieden zu wahren.
5Ich muss die Kontrolle haben und kann es nicht ertragen, mich machtlos zu fühlen.
6Ich halte mich beschäftigt, arbeite zu viel oder grüble zu viel, um mich nicht mit Emotionen auseinandersetzen zu müssen.
7Ich prokrastiniere und fühle mich unfähig zu handeln, selbst wenn ich es will.
8Ich habe Schwierigkeiten, Nein zu sagen, und fühle mich für die Emotionen anderer verantwortlich.
9Ich fühle mich hypervigilant — ich scanne ständig nach Bedrohungen oder Gefahr.
10Ich verliere mich in Beziehungen und werde zu dem, was die andere Person braucht.

Pete Walkers 4F-Trauma-Reaktionen

Pete Walker identifizierte 4 Überlebensreaktionen, die sich aus Kindheitstraumata entwickeln. Die meisten Menschen haben einen primären und einen sekundären Typ.

Die 4 Typen

  • Kampf (Fragen 1, 5, 9): Kontrolle, Wut, Perfektionismus. „Wenn ich das Sagen habe, kann nichts Schlimmes passieren.“
  • Flucht (Fragen 2, 6): Überarbeitung, Vermeidung, Angst. „Wenn ich beschäftigt bleibe, muss ich nichts fühlen.“
  • Erstarrung (Fragen 3, 7): Abschalten, Dissoziation, Lähmung. „Wenn ich mich nicht bewege, geht die Gefahr vorbei.“
  • Unterwerfung (Fragen 4, 8, 10): People-Pleasing, Co-Abhängigkeit. „Wenn ich alle glücklich mache, bin ich sicher.“

Forschung

  • Die Unterwerfungs-Reaktion (Fawn) wurde von Walker ergänzt — die klassische Psychologie kannte nur Kampf/Flucht/Erstarrung
  • Fawn ist die am meisten missverstandene Reaktion — wird oft mit „einfach nett sein“ verwechselt
  • Trauma-Reaktionen sind adaptiv — sie haben dich einst beschützt, können dir aber heute schaden
  • 70 % der Erwachsenen haben mindestens ein traumatisches Erlebnis erlebt (WHO)

Hinweis: Dies dient der Aufklärung, nicht der Diagnose. Wenn Traumata deinen Alltag beeinträchtigen, zieh eine traumainformierte Therapie in Betracht.

Quellen: Walker (2013, Complex PTSD: From Surviving to Thriving), Van der Kolk (2014, The Body Keeps the Score), Porges (2011, Polyvagal Theory).